Im Museum Gröbzig fand eine sehr interessante Veranstaltung statt. Rabbiner Igor Mendel Itkin hielt einen Vortrag über die Institution der Ehe im Judentum. Anschließend wurde eine Hochzeit nachgestellt.
Das Gebot der Heirat dient der Fortführung und Erhaltung der Schöpfung und ist bereits in den ersten Kapiteln der Bibel zu finden. Im Gegensatz zu historischen Askesebewegungen bejaht die talmudische Philosophie die Ehe und den menschlichen Trieb als Grundlagen der Zivilisation. Die heutige Verwendung der Huppah (Baldachin) geht auf christliche Einflüsse zurück. Die Zeremonie vereint vier rituelle Elemente:
• Bedeken: das rituell begründete Verhüllen der Braut.
• Kidduschin: die Übergabe des Ringes und damit die eigentliche Heirat.
• Sheva Berakhot: Die Rezitation der sieben Segenssprüche.
• Glaszerbrechen: Es ist ein Mahnmal für die Zerstörung des Tempels in Jerusalem.