Farben, die schweben, Figuren, die träumen, und Bilder, die Geschichten erzählen. Der Workshop rund um Marc Chagall eröffnete einen besonderen Zugang zur Welt der Kunst.

Am Dienstag, den 21.04., fand der Workshop in der jüdischen Gemeinde in Halle (Saale) statt und wurde von der talentierten jungen Künstlerin Lidia Edel konzipiert und geleitet.

Zu Beginn stand ein anschaulicher Einblick in das Leben und Werk Chagalls. Besonders im Mittelpunkt standen seine jüdischen Wurzeln, die viele seiner Werke prägen – mit Symbolen, Traditionen und Erinnerungen an das jüdische Leben in seiner Heimat. Ebenso wurde seine tiefe Verbundenheit zu seiner Frau Bella Chagall thematisiert, die in zahlreichen seiner Bilder als schwebende, fast märchenhafte Figur erscheint und seine Kunst auf besondere Weise beeinflusst hat. So wurde deutlich, wie eng persönliche Erfahrungen, Glaube und Kunst bei Chagall miteinander verbunden sind.

Im kreativen Teil konnten die Teilnehmenden selbst aktiv werden: Zur Auswahl standen bereits vorbereitete Motive, sowohl mit jüdischen Symbolen als auch Werke von Chagall. Mit Window Color gestalteten sie diese Vorlagen zu eigenen farbintensiven Fensterbildern und erhielten so einen praktischen Einblick in die Wirkung von Glasmalerei. Durch das Arbeiten mit Farben, Formen und Transparenz entstand ein direkter Bezug zu Chagalls künstlerischem Stil.

An dem Workshop nahmen die angehenden Erzieherinnen und Erzieher der Berufsbildende Schulen V für Gesundheit, Körperpflege und Sozialpädagogik Halle (Saale) teil. Neben dem künstlerischen Erlebnis bot die Veranstaltung wertvolle Anregungen für die pädagogische Praxis.