Am 11. Oktober 2026 wurde das Gemeindehaus der Jüdischen Gemeinde zu Halle (Saale) zum Schauplatz einer besonderen musikalischen Begegnung. Im Rahmen des bundesweiten Musikfestivals „Phoenix“ lud das Gedenk- und Friedenskonzert dazu ein, in Zeiten globaler Krisen ein Zeichen für das friedliche Miteinander und den interkulturellen Dialog zu setzen.

Das hochkarätig besetzte Konzertprogramm wurde von international erfahrenen Kulturschaffenden gestaltet. Die in Berlin lebende Pianistin und Sängerin Alina Levinsky, Absolventin der renommierten Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin und Preisträgerin nationaler sowie internationaler Wettbewerbe, führte das Publikum gemeinsam mit dem Tenor Ilya Levinsky durch den Nachmittag. Ilya Levinsky, dessen internationale Karriere ihn nach einem Engagement an der Komischen Oper Berlin an große Bühnen wie das Royal Opera House Covent Garden in London und zu den Salzburger Festspielen führte, überzeugte durch stimmliche Präsenz. Begleitet wurden sie von dem Geiger FAIG, Leiter des Musikfestivals, der unter anderem mit legendären Dirigenten wie Lorin Maazel und Valery Gergiev auf weltweiten Tourneen zusammengearbeitet hat.

Die Musiker präsentierten ein sorgfältig kuratiertes und facettenreiches Repertoire. Neben traditionellen jiddischen Liedern von Mordechaj Gebirtig und lebendigen Klezmer-Stücken wie „Freilach un der Khupe“ erklangen stimmungsvolle klassische Werke von Peter Tschaikowski sowie moderne Kinoklassiker wie John Williams’ weltbekanntes Thema aus „Schindlers Liste“. Diese gelungene Mischung verschiedener Epochen und Traditionen spiegelte den Leitgedanken des Festivals wider, Musik als universelle Sprache der Verständigung zu nutzen.

Das Konzert wurde in enger und fruchtbarer Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Sachsen-Anhalt K.d.ö.R. und der Jüdischen Gemeinde zu Halle im Rahmen des Projekts „Jüdische Kultur Sachsen-Anhalt“ organisiert.