Auftaktveranstaltung des Projekts „Jüdische Kultur Sachsen-Anhalt“ in Magdeburg
Am 8.März verwandelte sich die Staatskanzlei Sachsen-Anhalt in Magdeburg für einen Tag in ein lebendiges jüdisches Städtchen. Rund um die Statue von Otto dem Großen entstand eine kleine Szenerie jüdischen Alltags: Handwerker bei der Arbeit, ein Modegeschäft, ein Bankier. Auch eine jüdische Schule – ein Cheder – war vertreten. Eine junge Künstlerin zeichnete die Synagoge von Magdeburg, während eine Musiklehrerin Unterricht im Geigenspiel gab. Ein Fotoatelier bot Porträts an, und Kinder “verkauften” frische Zeitungen. Auf den Treppenstufen fand eine kleine Theateraufführung statt – über jüdisches Leben, Liebe und Kinder. Mit diesem besonderen Format wollten die Organisatoren zeigen, dass die jüdische Kultur, die in Deutschland auf eine tausendjährige Geschichte zurückblickt, ein fester Bestandteil der deutschen Kultur ist.
Nach diesem ungewöhnlichen Auftakt folgte der feierliche Teil der Veranstaltung.
Rund 130 Gäste – Politikerinnen und Politiker, Diplomaten, Rabbiner, Freunde und Partner des Projekts, Organisatoren der Tage der jüdischen Kultur aus verschiedenen Städten, Lehrkräfte sowie Kulturschaffende – waren an diesem Tag Teilnehmende und Zuschauer zugleich.
Unter den Ehrengästen waren: Ministerpräsident Herrn Sven Schulze, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. Josef Schuster, Landesrabbiner von Sachsen-Anhalt Daniel Fabian, sowie des Vorsitzenden des Bundes traditioneller Juden in Deutschland e. V. Michael Grünberg.
Jeder Gast, der gekommen ist – und auch jeder, der nicht teilnehmen konnte – ist für uns ein großer Schatz.
Wir sprachen über Vergangenheit und Zukunft, über Erfolge und Herausforderungen. Kultur kann eine Brücke sein, die Menschen miteinander verbindet. “Jüdische Kultur Sachsen-Anhalt” präsentiert ein lebendiges und vielfältiges Kulturprogramm im gesamten Bundesland.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein Tanzstück von Kindern aus den jüdischen Gemeinden Halle, Magdeburg und Dessau.
Musikalische Begleitung organisierten Khalida Fradkin und Vera Kagan.
Durch die Veranstaltung führte Rimma Fil, Geschäftsführerin des Landesverbandes und Koordinatorin des Projekts „Jüdische Kultur Sachsen-Anhalt“.
Wir danken sehr herzlich dem gesamten Team des Landesverbandes, den Mitgliedern der Gemeinden und besonders den Kindern für ihren Einsatz. Nur gemeinsam wird eine solche Veranstaltung möglich.
Wir danken der Landesregierung Sachsen-Anhalt herzlich für die Unterstützung der jüdischen Kultur und unseres Projekts. Unser besonderer Dank gilt allen Menschen, die in kleinen Städten und Gemeinden die Erinnerung bewahren und sich mit großem Engagement für die Pflege des kulturellen Erbes einsetzen.
Hintergrundinformation
Das Projekt „Jüdische Kultur Sachsen-Anhalt“ ist ein landesweites Kulturprojekt des Landesverbandes Jüdischer Gemeinden Sachsen-Anhalt K.d.ö.R.. Mit Vorträgen, Konzerten, Theateraufführungen, Ausstellungen, Workshops, Stadtführungen, Lesungen, Filmvorführungen sowie kulinarischen Angeboten präsentieren wir jüdische Kultur in all ihren Facetten.
Alle Veranstaltungstermine und weiterführenden Informationen zum Projekt finden Sie auf unserer Website
Künstlerische und wissenschaftliche Leitung:Landesverband Jüdischer Gemeinden Sachsen-Anhalt K.d.ö.R.








