Auftaktveranstaltung des Projekts „Jüdische Kultur Sachsen-Anhalt“ in Magdeburg

Am 8. März verwandelte sich die Staatskanzlei Sachsen-Anhalt in Magdeburg für einen Tag in ein lebendiges jüdisches Schtetl.

Rund um die Statue von Otto dem Großen entstand eine kleine Szenerie jüdischen Alltags: Handwerker bei der Arbeit, ein Modegeschäft und ein Bankier. Auch eine jüdische Schule – ein Cheder – war vertreten. Eine junge Künstlerin zeichnete die Synagoge von Magdeburg, während eine Musiklehrerin Unterricht im Geigenspiel gab. Ein Fotoatelier bot Porträts an, und Kinder „verkauften“ frische Zeitungen.

Auf den Stufen fand eine kleine Theateraufführung statt – über jüdisches Leben, Liebe und Kinder. Ein besonderes Highlight der Eröffnung war der künstlerische Beitrag des Theaters „Lomir“, das die Gäste in die Atmosphäre eines jüdischen Schtetls eintauchen ließ. Auch Kinder und Jugendliche aus den jüdischen Gemeinden Sachsen-Anhalts brachten sich aktiv in das Programm ein.

Nach diesem ungewöhnlichen Auftakt folgte der feierliche Teil der Veranstaltung.

Mit diesem besonderen Format wollten die Organisatoren zeigen, dass die jüdische Kultur, die in Deutschland auf eine tausendjährige Geschichte zurückblickt, ein fester Bestandteil der deutschen Kultur ist.

Rund 130 Gäste nahmen teil: die Oberbürgermeisterin von Magdeburg und der Oberbürgermeister von Halle (Saale), Politikerinnen und Politiker sowie Diplomaten, darunter der Vizekonsul der Vereinigten Staaten, Rabbiner, Vertreterinnen und Vertreter jüdischer Gemeinden, Kulturschaffende, Lehrkräfte und Freunde des Projekts.

Jeder Gast, der gekommen ist – und auch jeder, der nicht teilnehmen konnte – ist für uns ein großer Schatz.

Wir sprachen über Vergangenheit und Zukunft, über Erfolge und Herausforderungen.
Kultur ist die Brücke, die Menschen miteinander verbindet.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein Tanzstück von Kindern aus den jüdischen Gemeinden Halle, Magdeburg und Dessau.
Musikalische Begleitung: Khalida Fradkin und Vera Kagan.
Durch die Veranstaltung führte Rimma Fil, Geschäftsführerin des Landesverbandes und Koordinatorin des Projekts „Jüdische Kultur Sachsen-Anhalt“.

Besonderer Dank

Wir danken sehr herzlich dem gesamten Team des Landesverbandes, den Mitgliedern der Gemeinden und besonders den Kindern für ihren Einsatz. Nur gemeinsam wird eine solche Veranstaltung möglich.

Hintergrundinformation

Das Projekt „Jüdische Kultur Sachsen-Anhalt“ ist ein landesweites Kulturprojekt.

Mit Vorträgen, Konzerten, Theateraufführungen, Ausstellungen, Workshops, Stadtführungen, Lesungen, Filmvorführungen sowie kulinarischen Angeboten präsentieren wir jüdische Kultur in all ihren Facetten.

Wir danken der Landesregierung Sachsen-Anhalt herzlich für die Unterstützung der jüdischen Kultur und unseres Projekts. Unser besonderer Dank gilt allen Menschen, die in kleinen Städten und Gemeinden die Erinnerung bewahren und sich mit großem Engagement für die Pflege des kulturellen Erbes einsetzen.

Alle Termine und weiterführenden Informationen finden Sie auf unserer Website:
https://jkt-sachsen-anhalt.de/

Künstlerische und wissenschaftliche Leitung:
Landesverband Jüdischer Gemeinden Sachsen-Anhalt K.d.ö.R.

Das Projekt wird durch das Land Sachsen-Anhalt gefördert

Künstlerische und wissenschaftliche Leitung:Landesverband Jüdischer Gemeinden Sachsen-Anhalt K.d.ö.R.