Am Sonntag, den 01.03.2026 fand im Rahmen des Hauptprogramms des
Kurt-Weill-Festes 2026 ein Vortrag mit dem Thema „Auf den Spuren jüdischer
Geschichte“ statt. Mit 76 Besuchern war der Vortragsort, die Weill-Synagoge
in Dessau restlos ausverkauft. Mit einer Besuchsmöglichkeit ab einer Stunde vor
Veranstaltungsbeginn ergab sich für Besucherinnen und Besucher die Option,
sich vorab mit dem Synagogenbau vertraut zu machen und stieß auf breite Resonanz.
Dem Vortragenden Aron Russ, Verwaltungsleiter der Jüdischen
Gemeinde zu Dessau war es ein Herzensanliegen, von der über 3000 jährigen,
oftmals leidvollen Geschichte des jüdischen Volkes zu berichten.
Das Festspielmagazin des Kurt-Weill-Festes 2026 schreibt dazu:
„Aron Russ spannt in seinem Vortrag einen Bogen über das „babylonische Exil“,
die Diaspora (…), die Vertreibung sephardischer Juden von der iberischen Halbinsel
bis hin zu den Verfolgungen im Europa des Mittelalters und der Neuzeit.“
Die Beschreibung der Migrationsbewegung osteuropäischer Juden in die
Bundesrepublik ab den 1990er Jahren spannte dann den Bogen zum neu entstandenen
und heute sichtbaren jüdischen Leben in Deutschland als Symbol des Neubeginns.

