
Wanderausstellung „In Echt? Virtuelle Begegnung mit NS-Zeitzeug:innen“
07. Mai um 17:00 bis 04. Juni um 17:00
In einer Zeit, in der immer weniger Zeitzeuginnen und Zeitzeugen persönlich berichten können, das demokratische Grundfundament unserer Gesellschaft massiv angegriffen wird und antisemitische sowie rassistische Einstellungen zunehmend sichtbarer werden, gewinnt die Frage nach zeitgemäßer Erinnerungsarbeit neue Dringlichkeit.
Die Wanderausstellung „In Echt? Virtuelle Begegnung mit NS-Zeitzeug:innen“ setzt genau hier an: Wie lassen sich Lebensgeschichten von NS-Verfolgten auch dann vermitteln, wenn direkte Begegnungen nicht mehr möglich sind?
Mithilfe modernster VR-Technologie begegnen die Besuchenden fünf jüdischen Personen, die von ihren Erlebnissen während der NS-Zeit berichten. Die Menschen erfahren, wie es war, sich verstecken zu müssen, verfolgt und deportiert zu werden. Dies geschieht in einer immersiven Gesprächssituation, in der die Teilnehmenden in eine virtuelle Umgebung eintauchen und sich ausschließlich auf das Interview mit den Zeitzeuginnen und Zeitzeugen fokussieren können.
Im Begleitprogramm zur Wanderausstellung vertieft ein Workshop für Jugendliche ab 14 Jahren zentrale Themen wie NS-Zeit, Exil und Shoah und fördert Empathie sowie kritisches Denken. Ein besonderer Fokus liegt auf Medienkompetenz:
Wie entstehen digitale Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen? Was bedeutet Authentizität in der Erinnerungskultur?
