
Jüdischer Friedhof Aschersleben: Friedhofsöffnungen und Führungen
24. Mai um 10:00 bis 16:00
„Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern; tot ist nur, wer vergessen wird.“ (Immanuel Kant)
Friedhofsöffnungen:
24.05.2026 (Pfingstsonntag), 10:00 bis 16:00 Uhr
25.05.2026 (Pfingstmontag), 10:00 bis 16:00 Uhr
31.05.2026 (So) 10:00 bis 16:00 Uhr
12.07.2026 (So) 10:00 bis 16:00 Uhr
19.07.2026 (So) 10:00 bis 16:00 Uhr
26.07.2026 (So) 10:00 bis 16:00 Uhr
02.08.2026 (So) 10:00 bis 16:00 Uhr
09.08.2026 (So) 10:00 bis 16:00 Uhr
16.08.2026 (So) 10:00 bis 16:00 Uhr
(Jüdische Kulturtage zwischen Harz und Heide, Israel Jacobsen Netzwerk, 17.08. bis 20.09.2026)
06.09.2026 (So), Tag der jüdischen Kultur, 10:00 bis 18:00 Uhr
11.10.2026 (So) 10:00 bis 16:00 Uhr
18.10.2026 (So) 10:00 bis 16:00 Uhr
25.10.2026 (So) 10:00 bis 16:00 Uhr
01.11.2026 (So) 10:00 bis 16:00 Uhr
Mo 10.11.2026 (TBA), Gedenkveranstaltung
Führungen:
20.09.2026 (So), Tag des Friedhofs, 10:00 Uhr
08.11.2026 (So), Gedenken an Novemberpogrom, 14:00 Uhr
15.11.2026 (So), Volkstrauertag, 11:00 Uhr
Führungen für Gruppen und Einzelpersonen sind ganzjährig auf Anfrage möglich.
Anmeldung per E-Mail an: Claudia_Andrae@t-online.de oder Tel. 03473-9143026, Mob. 0160-98472334
Veranstalter: Landesverband Jüdischer Gemeinden Sachsen-Anhalt
Ort: Jüdischer Friedhof Aschersleben, Schmidtmannstraße 35, 06449 Aschersleben
Männliche Besucher müssen auf dem Friedhof eine Kopfbedeckung tragen. Alle Führungen sind kostenlos. Spenden für den Erhalt des Friedhofs sind willkommen.
Der jüdische Friedhof in Aschersleben an der Schmidtmannstraße wurde in den Jahren 1867/68 angelegt; die Belegungszeit war von 1869 bis 1970. An der Straßenseite ließ die Jüdische Gemeinde ein Leichen-, Tahara- und Wächterhaus errichteten. Es ist nach dem Bau der Aussegnungshalle zu einem Wohnhaus umgestaltet worden. Eine Tafel am Haus erinnert an die Bruno-Hahn-Gedächtnisstiftung, gegründet 1867 von Bankier und Stadtrat Eduard Hahn zum Gedenken an seinen früh verstorbenen Sohn.
Die repräsentative Aussegnungshalle wurde 1927/28 im Auftrag des Vorstands der Gemeinde Jacob Jacks, Hermann Crohn und Moritz Bry errichtet. Der Architekt war Dr. Hans Heckner, zugleich Stadtbaurat der Stadt Aschersleben. Die feierliche Einweihung fand am Sonntag, den 2. Dezember 1928 statt. Das Gebäude wurde im Zuge des Novemberpogroms in den späten Abendstunden des 10. November 1938 in Brand gesteckt und die Ruine danach vollständig abgerissen.
Bombenangriffe auf die angrenzenden Bahnanlagen im April 1945 haben einen Teil der Grabstätten des Friedhofs zerstört. Hervorgehoben werden müssen die Verdienste von Feodor Hirsch, der das Friedhofsgrundstück nach 1945 zum Teil mit eigenen Mitteln wiederhergestellt hat.
Das Projekt „Sanierung und Wiederherstellung der Grabstätten des jüdischen Friedhofs in Aschersleben“ wird gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.
