Lesung und moderiertes Gespräch mit
Monty Ott & Ruben Gerczikow
28. Januar 2026, 18:30–20:30 Uhr
Schraube-Museum Halberstadt![]()
Anlässlich der Jubiläumsausstellung „125 Jahre Fußball in Halberstadt“ laden das Berend Lehmann Museum für jüdische Geschichte und Kultur sowie das Städtische Museum Halberstadt zu einer Lesung und einem moderierten Gespräch mit den jüdischen Autoren Monty Ott und Ruben Gerczikow ein. In ihrer aktuellen Veröffentlichung widmen sie sich Jüdinnen und Juden im Fußball und in der Fankultur.![]()
Im Gespräch sprechen die Autoren über ihre Motivation, persönliche Droh- und Gewalterfahrungen sowie über die Kraft von Solidarität und Zusammenhalt, die der Fußball als gesellschaftliches Phänomen entfalten kann. Die Massaker der islamistischen Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 bildeten einen Ausgangspunkt, um sowohl die erschreckenden als auch die solidarischen Seiten des Fußballs stärker in den Blick zu nehmen. Stadien gelten dabei als „Brennglas“ der Gesellschaft: Antisemitismus ist präsent, zugleich zeigen viele Fanszenen große Anteilnahme. Geschichten wie die der ermordeten israelischen Geiseln Hersh Goldberg-Polin oder Inbar „Pink“ Heyman haben zahlreiche Fußballfans in Deutschland bewegt.![]()
Monty Ott und Ruben Gerczikow veröffentlichten 2023 den Reportageband „Wir lassen uns nicht unterkriegen – Junge jüdische Politik in Deutschland“. Im September 2025 erschien ihr zweites gemeinsames Werk „Juden auf den Plätzen, Juden auf den Rängen“.![]()
Anne Matviyets, Chefkuratorin des Berend Lehmann Museums, betont die Bedeutung der beiden Autoren für die Aufklärungsarbeit über jüdische Lebensrealitäten in Deutschland. Antje Gornig, Direktorin des Städtischen Museums Halberstadt, verweist auf die Jubiläumsausstellung als passenden Rahmen für die Buchpräsentation.![]()
Die Veranstaltung wird gefördert vom Ansprechpartner für jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt und gegen Antisemitismus.![]()
Eintritt: frei
28. Januar um 17:00 bis 19:00
Havelberg – Dom Sankt Marien![]()
Konzert für Orchester, Chor und Solisten![]()
Georg Friedrich Händel
Messiah![]()
Orchester der Akademie für Alte Musik Stettin
Havelberger Vokalensemble![]()
Franzis Liese – Sopran | Mathilde Matzeit – Alt
Klemens Mölkner – Tenor | Haakon Schaub – Bass![]()
Leitung: Domkantor Matthias Bensch![]()
www.havelberg-dom.de
Kartenvorverkauf:
Paradisusall (Dom) Tel. 01522 7661989
Fa. Rußel, (039387) 21 557
Kinder bis 14 Jahren frei
Am 10. Januar 2026 fand in Magdeburg im Forum Gestaltung ein Konzert von Svetlana Portnyanskaya statt – einer eingeladenen Sängerin von internationalem Rang mit einer beeindruckenden Stimme und starker Bühnenpräsenz.![]()
Es war ein sehr warmer und herzlicher Abend. Svetlana begeistert von den ersten Minuten an – ihre kraftvolle, ausdrucksstarke Stimme und ihre aufrichtige Art des Vortrags schaffen eine besondere Atmosphäre im Saal. Lieder auf Russisch, Hebräisch und Jiddisch klangen tief berührend und fanden bei jedem Zuhörer emotionalen Widerhall. Der Abend war wirklich schön und unvergesslich – Musik, die im Herzen bleibt.
Chanukka-Licht in Magdeburg – gelebte Tradition, Begegnung und Zukunft.
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Während der Chanukka-Tage erstrahlte Magdeburg in einem besonderen Licht. Im Rahmen des Projekts „Jüdische Kultur in Sachsen-Anhalt“ fanden an allen acht Abenden vielfältige Veranstaltungen für Menschen aller Altersgruppen statt. Jüdische und nichtjüdische Menschen kamen zusammen, um gemeinsam die Chanukka-Kerzen zu entzünden, Hoffnung zu teilen, miteinander zu lachen, zu essen und lebendige Gemeinschaft zu erleben.
Jeden Abend wurden die Kerzen der Chanukkia entzündet – mit einem Gebet um Frieden in der ganzen Welt sowie um Gesundheit und Wohlergehen für alle. Jede einzelne Kerze erinnerte daran, dass selbst ein kleines Licht die Dunkelheit vertreiben kann.
Das Programm war facettenreich und verbindend. Ein poetischer Abend im Frauenclub „Golda“ sowie im Seniorenclub bot Raum für Reflexion, Emotionen und offenen Dialog. Gast des Abends war Yuri Rosov, der nicht nur als Dichter beeindruckte, sondern auch als Vorsitzender des Landesverbandes Jüdischer Gemeinden Mecklenburg-Vorpommern sowie als Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Rostock. In seinen Gedichten über den Sinn des Lebens, menschliche Erfahrungen und aktuelle gesellschaftliche Themen verband er literarische Tiefe mit persönlicher und historischer Verantwortung – offen, bewegend und erstaunlich zeitgemäß. In einer warmen, vertrauensvollen Atmosphäre erhielt das Wort eine besondere Kraft und erinnerte an den Wert von Kommunikation, Mitgefühl und innerem Licht.
Ein weiterer Höhepunkt war der musikalische Abend in der Synagogengemeinde Magdeburg. Für den Seniorenclub sowie für den Club „Hatikva“, der Überlebende der Shoah vereint und seit vielen Jahren Teil der Gemeinde ist, trat der bekannte Musiker Leonid Norinsky auf. Die Musik wurde zu einer Brücke zwischen Erinnerung, Würde und Lebensfreude.
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Weiterlesen in der Bilderreihe
Wandernde Melodien –Mediterranes Erbe jüdisch-muslimischer Klangwelten
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19. Januar um 18:30 bis 20:00
Vortrag und Konzert
Ein Abend über Nähe im Klang – und das Mittelmeer als gemeinsamen Resonanzraum.:
Judaistik / Jüdische Studien, Universität Halle-Wittenberg
in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt
und dem Zunz-Moyal-Verein
Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt
DLR Projektträger
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Ort und Zeit:
21. Januar 2026, 18:30 Uhr
Niemeyer-Saal, Haus 32,
Franckesche Stiftungen
