
Buchlesung mit John Wyttmark: „Lokführer des Todes“
06. November um 18:00 bis 20:00
Im Rahmen der jüdischen Kulturtage in Schönebeck (Veranstaltungsreihe „SCHALOM – Jüdisches Leben – damals und heute“) und des Projektes „Jüdische Kultur Sachsen-Anhalt“.
Wir laden Sie herzlich zu einer öffentlichen Buchlesung mit dem Romanschriftsteller John Wyttmark aus Delitzsch ein. Der Autor präsentiert seinen historisch fundierten Roman „Lokführer des Todes“, der einen tiefen und bewegenden Einblick in die dunkelste Zeit der deutschen Geschichte vermittelt.
„Wenn menschliche Moral in einer Gesellschaft nicht mehr existiert und nicht mehr Handlungsmaxime eines Staates ist, wird jedes Verbrechen möglich und verkümmert zum technischen Problem.“ — John Wyttmark.
Zum Inhalt des Buches
Der Zug steht auf dem Gleis zur Abfahrt bereit, die Hitze drückt unbarmherzig, und aus den Waggons dringt ein leises Wimmern. Lokführer Hilse steigt auf seinen Bock – das Ziel der mehrtägigen Reise ist Auschwitz. Hilse ist eines der Rädchen im Getriebe der nationalsozialistischen „Endlösung“ und fährt Abertausende ihrem sicheren Ende entgegen.
Doch es gibt auch Widerstand. Als sein zukünftiger Kollege Klaus auf den Passus der „Geheimen Reichssache“ im Arbeitsvertrag hingewiesen wird, ahnt er noch nicht, dass er Todgeweihte in Vernichtungslager bringen soll. Als ihm das unsägliche Grauen bewusst wird, fasst er den Entschluss, sich dem Wahnsinn entgegenzustellen. Das Buch ist den unzähligen Opfern und den Mutigen, die sich auflehnten, gewidmet. Der Roman „Lokführer des Todes“ ist offizieller Bestandteil der Bibliothek von Yad Vashem in Israel.
Gebühren: Für die Teilnahme entstehen keine Gebühren (Eintritt frei)
Format: Öffentliche Veranstaltung
Anmeldung:
Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung bis zum 5. November 2026 gebeten.
Kontakt zur Anmeldung (Salzlandmuseum, Leiterin Frau Petra Koch):
Telefon: 03471 684-624410
E-Mail: museum@kreis-slk.de

