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Virtual Reality: Virtuelle Rundgänge durch das Anne-Frank-Haus und das KZ Lublin-Majdanek
03. September um 10:00 bis 17:00
Wir laden Sie herzlich zu dieser Veranstaltung im Rahmen der übergeordneten Reihe „SCHALOM – Jüdisches Leben – damals und heute“ sowie der Interkulturellen Woche 2026 im Salzlandkreis ein.
Die Veranstaltung findet im folgenden Zeitraum statt: Donnerstag, 3. September – Samstag, 21. November 2026.
Im Salzlandmuseum können sich die Besucherinnen und Besucher mit Hilfe einer Virtual-Reality-Brille auf eine Reise in die Zeit des Nationalsozialismus begeben. Die VR-Technik eröffnet dabei eine ganz neue Sichtweise, da die damaligen Geschehnisse virtuell erlebbar sind. Es besteht die Möglichkeit, das Anne-Frank-Haus in Amsterdam (Niederlande) zu besuchen sowie sich auf einen virtuellen Rundgang durch das Konzentrations- und Vernichtungslager Lublin-Majdanek (Polen) mit dem Zeitzeugen Pinchas Gutter zu begeben.
Virtuelle Besichtigung des Anne-Frank-Hauses in Amsterdam
„Was geschehen ist, können wir nicht mehr ändern. Das Einzige, was wir tun können, ist, aus der Vergangenheit zu lernen und zu erkennen, was Diskriminierung und Verfolgung unschuldiger Menschen bedeutet.“ (Otto Frank, 1970)
Auf einer virtuellen Reise geht es zurück in die Zeit, als sich Anne Frank mit ihrer Familie sowie einem alleinstehenden Mann in einem geheimen Hinterhaus im von Nazideutschland besetzten Amsterdam versteckt hält. Die Besucherinnen und Besucher können sich mit der VR-Brille durch die einzelnen Zimmer des Anne-Frank-Hauses bewegen, wobei diese detailgetreu dargestellt sind. Eine Stimme aus der Sicht von Anne Frank bringt die Räume und das Inventar mit ihren Sorgen, Ängsten aber auch Hoffnungen in Verbindung. Zusätzlich erfährt man die Geschichte der Familie Frank.
Virtueller Rundgang durch das Konzentrationslager Majdanek
„Ich denke, man muss sich dem Schmerz stellen, um ihn heilen zu können.“ (Pinchas Gutter)
Pinchas Gutter wurde mit 11 Jahren zusammen mit seiner Familie in einem Güterwagen nach Lublin-Majdanek deportiert. Die Auflösung des Lagers am 23. Juli 1944 erlebte nur er. Seine Eltern und seine Schwester wurden im KZ ermordet. Gutter kehrte nach dem Zweiten Weltkrieg viele Male nach Lublin-Majdanek zurück, um zu verarbeiten, was er dort erlebt hatte. Seine letzte Reise dorthin sollte die Erinnerung an das Geschehene für die Nachwelt wachhalten.
Die virtuellen Aufzeichnungen machen es möglich, Pinchas Gutter auf seinem letzten Besuch im Konzentrations- und Vernichtungslager Lublin-Majdanek zu begleiten. So kann man sich im virtuellen Rundgang in einem der auf dem Gelände stehenden Güterwagen umsehen, in dem die Nazis Menschen pferchten. Eine andere begehbare Umgebung ist der Duschraum, in den Gutter bei seiner Ankunft gebracht wurde. Hier erinnert er sich, wie er damals ein Gebet aufsagte, da er der festen Annahme war, vergast zu werden. Im virtuellen Rundgang sind ebenfalls die Baracken und Verbrennungsöfen zu sehen.
Nach der offiziellen Eröffnung kann die Ausstellung bis zum 21. November 2026 zu den regulären Öffnungszeiten des Museums besucht werden:
Dienstag, Freitag: 10:00 Uhr – 16:00 Uhr
Donnerstag: 10:00 Uhr – 17:00 Uhr
Samstag (3. September – 31. Oktober): 14:00 Uhr – 18:00 Uhr
Samstag (1. November – 21. November): 13:00 Uhr – 17:00 Uhr
Die virtuellen Rundgänge sind öffentlich mit begrenzter Teilnehmerzahl. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung gebeten.
Nach Rücksprache sind virtuelle Rundgänge auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.
Bitte wenden Sie sich an:
Salzlandmuseum
Ansprechpartnerin: Frau Evelyn Helbig (Museumspädagogin)
Adresse: Pfännerstraße 41, 39218 Schönebeck (Elbe)
Telefon: 03471 684-624413
E-Mail: museum@kreis-slk.de

